MOOCs

mooc

MOOCs – was soll das sein und wie spricht man es aus? M-O-O-C oder MOOC [mu:k]? Das waren die ersten Fragen als ich das Thema am Montagmorgen gesehen/gehört habe. Wie es ausgesprochen wird, wurde schnell deutlich. Jedoch nicht, was sich dahinter verbirgt. Zuerst wurde mit einer Einordnung in den Seminarkontext begonnen, was ich etwas merkwürdig fand, da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, für was MOOC steht. Erst danach erfolgte die Begriffsdefinition. Das hätte ich mir anders herum gewünscht.

In meinem Blogpost möchte ich auch erst einmal klären für was MOOC steht. MOOC bedeutet „Massive Open Online Course“. Dabei kann von einer engen und weiten Begriffsauslegung ausgegangen werden.

Abkürzung Begriffsdefinition im engen Sinne Begriffsdefinition im weiten Sinne
M – Massive unbegrenzte Teilnehmerzahl „viele“ Teilnehmende (>100)
O – Open für alle frei und kostenlos zugänglich Offenheit der Lernziele, Themenwahl & Form der Beteiligung
O – Online „Online-Learning“: Lehre erfolgt nur online „Blended-Learning“: Mischung aus Online- & Präsenzlehre
C – Course kursförmige Organisation Betonung von „Community“, „Communication“, „Collaboration”

Eigene Darstellung in Anlehnung an Schulz, 2014, S.10

Nachdem ich den Vortrag gehört habe, habe ich für mich überlegt „Findest du das gut oder eher nicht?“. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich MOOCs nicht gut finde und eher ablehnen würde. Aber umso mehr ich mich mit dieser Thematik beschäftige und darüber recherchiere, umso interessanter und „cooler“ finde ich MOOCs. Ich wurde auch neugierig und wollte MOOCs anschauen und wissen über welche Themen in MOOCs gesprochen werden. So bin ich auf diese Seite gestoßen und habe mir das Online-Angebot der Harvard University angeschaut. Es wird wirklich eine große Vielzahl an Themen angeboten. Was mich jedoch überrascht hat, ist, dass die Kurse nicht alle kostenlos sind. Bei einigen muss man eine kleine Gebühr von beispielsweise $50 oder $90 zahlen oder für das abschließende Zertifikat $50 zahlen.

Warum ich aber so begeistert davon bin, ist, dass es ein gutes Life Long Learning Instrument zur Wissensvermittlung ist. Außerdem können MOOCs von Studieninteressierten genutzt werden zur kostenlosen Studienorientierung. Ebenso weisen MOOCs einen Community-Aspekt auf und „begünstigen somit den Austausch zwischen verschiedenen Bevölkerungsschichten mit unterschiedlichen Bildungshintergründen“ (Dreisiebner, Ebner & Kopp, 2014, S.196). Ich könnte mir wirklich vorstellen einen solchen Kurs zu besuchen, jedoch nicht mein ganzes Studium lang. Beispielsweise an ein bis zwei MOOCs teilnehmen und diese werden dann als Wahlpflichtmodul angerechnet. Dabei müsste die TU Dresden nicht mal selbst MOOCs anbieten, sondern es könnten welche genutzt werden von anderen Universitäten und diese werden dann ähnlich wie Leistungen aus einem Auslandssemester angerechnet.

Was haltet ihr von meiner Idee? Oder spinne ich zu sehr rum? Oder gibt es das in dieser Form schon?

 

Quellen:

Bildquelle. Zugriff am 08.12.2016 unter http://1.bp.blogspot.com/-gRv9hBXp4Pk/Uj5gQQn9pJI/AAAAAAAAgp4/Nn386lTJ-pw/s1600/mooc.png

Dreisiebner, S., Ebner, M., Kopp, M. (2014): Kosten und Wert von MOOCs am Beispiel der Plattform iMooX. Zugriff am 07.12.2016 unter http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/15421/GeNeMe2014_191-204.pdf

Schulz, E. (2014): Potenziale und Probleme von MOOCs – Eine Einordnung im Kontext der digitalen Lehre. Beiträge zur Hochschulpolitik 2/2014. Zugriff am 07.12.2016 unter https://www.hrk.de/uploads/media/2014-07-17_Endversion_MOOCs.pdf

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4 Gedanken zu “MOOCs

  1. Hey, ich finde die Idee super. Das könnte wirklich verfolgt werden. So kann man sich auch andere renommierte Professoren anhören und deren Kurse besuchen. Ich kann mir vorstellen, dass die Bildungsmöglichkeiten dadurch verbessert werden können. So könnte ich Kurse der THTW Aachen, der FAU Nürnberg, der LMU München etc. besuchen. Vielleicht könnte man das auch internationalisieren und zusätzlich Kurse von Harvard, Stanford und Oxford besuchen. Dabei finde ich es nicht problematisch, teilweise kleine Gebühren zu verlangen, wenn der Kurs technisch hochwertig aufbereitet wurde. 🙂 So jetzt habe ich mitgesponnen. 😀

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  2. Um deine „Spinnereien“ durch zu führen, bräuchte es eigentlich nur einen Koordinator der bereits vorhandenen MOOCs. Das Angebot ist bereits da, das Problem damit ist nur die unterschiedliche Qualität. Sobald es jemanden gibt der diese objektiv bewertet im Auftrag der Universitäten, könnten MOOCs bald zum (Studiums) Alltag gehören…

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  3. Auch ich denke, dass es keine zu große Spinnerei ist, im Rahmen des Studiums auch MOOC´s von anderen Universitäten zu hören. In gewisserweise ist es ja jetzt auch schon möglich Leistungspunkte für belegte MOOC´s zu bekommen. Aber ich glaube bei dem MOOC der TU Dresden werden diese dann nur anerkannt, wenn man in einer der Partneruniversitäten, die sich mit an dem MOOC beteiligen studiert. Ich denke also die Idee ist nicht zu abwegig.

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  4. Also erstmal finde ich den positiven Punkt, dass mit MOOCs ein Austausch zwischen Menschen mit unterschiedlichster Herkunft und „Bildungsstand“ möglich ist super. Denn den Nutzen habe ich so noch gar nicht für mich entdeckt. Und zu deiner Frage: Da kann ich mich nur euch allen anschließen. So weit her gesponnen finde ich es nicht. Also ich denke das es absolut möglich, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas schnell realistisch umgesetzt wird. Aber man weiß ja nie 😉

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